Auf diesem Bild sieht man junge Menschen die sich an der Hand halten. Als Azubi die Einbürgerung zu erhalten ist unter Umständen möglich

Einbürgerung als Azubi: So klappt es mit dem deutschen Pass!

Update: Achtung! Das neue Einbürgerungsgesetz kommt am 27. Juni. 2024!!

Ab dem 27. Juni 2024 ändern sich wichtige Dinge bei der Einbürgerung. Das neue Einbürgerungsgesetz der Bundesregierung tritt dann in Kraft. Wichtige Voraussetzungen nach § 10 StAG sind von den Neuheiten betroffen!

Auch für Auszubildende, die nach der Ausbildung mit Antritt der Arbeitsstelle möglicherweise die Bedingungen zur Einbürgerung mitbringen, ändern sich, wie für alle möglichen Antragsteller zur Einbürgerung, einige wichtige Dinge.

Die Änderungen im neuen Gesetz haben drei besonders wichtige Punkte:

  1. Die Doppelte Staatsbürgerschaft ist erlaubt: Sie müssen ab dem 27.Juni 2024 nicht mehr die Staatsbürgerschaft Ihres Heimatlandes abgeben um eingebürgert zu werden. Auch die Ausnahmen nach § 12 StAG werden nicht mehr nötig sein. Die Doppelte Staatsbürgerschaft ist gesetzlich festgeschrieben!
  2. Die Einbürgerung nach 5 Jahren: Mit dem neuen Gesetz wird die Vorgabe für den rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland von 8 Jahren auf 5 Jahre gesenkt. Ab dem 27. Juni 2024 können Sie nach 5 Jahren rechtmäßigem Aufenthalt die Einbürgerung in Deutschland beantragen!
  3. Die Einbürgerung nach 3 Jahren:  Mit besonderen Integrationsleistungen: Mit besonderen Integrationsleistungen wie C1-Sprachzertifikat und schulischen Leistungen, beruflichen Leistungen und Ehrenamt können Sie nach 3 Jahren eingebürgert werden. Bisher war dies erst nach 6 Jahren möglich.
Als Azubi aus dem Ausland fragt man sich öfter, ob die Einbürgerung schon während der Ausbildung klappt. Entscheidend sind dafür einige Dinge, die man beachten muss. Dieser Artikel zeigt, wie die Einbürgerung als Azubi funktionieren kann und warum eine Ausbildung langfristig die bessere Wahl als ein Job ist.
Verfasst von:
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Valentin Radonici

Journalist

Fachlich geprüft von:
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Christin Schneider

Expertin im Ausländerrecht

Inhaltsverzeichnis
Einbürgerung als Azubi: So klappt es mit dem deutschen Pass!

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Bedeutung der Einbürgerung als Azubi

Damit man versteht, wie die Einbürgerung als Azubi funktionieren kann, ist es wichtig zu begreifen, welche Bedeutung die Einbürgerung selbst hat und warum es sich vor allem als Ausländer lohnt, den Schritt als Auszubildender zu gehen und sich für eine Ausbildung zu entscheiden.

Das bedeutet die Einbürgerung

Die Einbürgerung steht bei den meisten Ausländern für den finalen Schritt in der Integration in Deutschland mit dem Ziel, den deutschen Pass zu erhalten und deutscher Staatsbürger zu werden. Mit der Einbürgerung bezeugt der Antragsteller, dass er alle Voraussetzungen nach § 10 StAG mitbringt. Das Erfüllen dieser Bedingungen führt am Ende zum Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft. 

Mit der Einbürgerung, deren Voraussetzungen auch ein erfolgreich absolvierter Integrationstest und eine unterschriebene Loyalitätserklärung beinhalten, zeigt man gegenüber dem deutschen Staat und dem deutschen Gesetz wie ernst es einem selbst ist, das eigene Leben in Deutschland aufzubauen und sich in der deutschen Gesellschaft zu integrieren.

Die Vorteile des deutschen Passes

Mit dem deutschen Pass hat man mehr Freiheit als zuvor. Nicht nur, dass man in über 190 Staaten visafrei reisen kann, man hat die gleichen Rechte wie jeder deutsche Staatsbürger und jeder EU-Bürger. Weiterhin erleichtert ein deutscher Pass auch die Möglichkeit, einen Kredit zu beantragen, um beispielsweise ein Haus zu kaufen oder ein eigenes Unternehmen zu gründen. 

Mit der deutschen Staatsbürgerschaft hat man die Staatsbürgerschaft, welche im international anerkannten Henley Passport Ranking in den Top 3 der wertvollsten Staatsbürgerschaften steht. Das Ranking beweist, welches hohe Ansehen der deutsche Pass international hat.

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Einbürgerungsvoraussetzung für einen Azubi

Wie bei jeder Einbürgerung gibt es auch bei der Einbürgerung eines Auszubildenden bestimmte Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Ohne diese Bedingungen, die nach § 10 StAG für alle Antragsteller gelten, wird es nichts mit der Einbürgerung. Entsprechend wichtig ist es für Sie als Azubi genau zu kontrollieren, ob bei Ihnen diese Voraussetzungen vorhanden sind. Nichts ist ärgerlicher, als wenn man viel Arbeit in eine Beantragung einer Einbürgerung steckt und dann plötzlich merkt, dass gewisse Kernanforderungen gar nicht gegeben sind.

Aufenthaltsdauer und Status

Wichtig ist, dass man einen befristeten oder unbefristeten rechtmäßigen Aufenthaltstitel besitzt und dass man sich mindestens für 8 Jahre mit diesem rechtmäßigen Aufenthaltstitel in Deutschland aufhält. Eine Duldung zählt nicht als rechtmäßiger Aufenthaltstitel und entsprechend wird der Aufenthalt während der Duldung nicht auf die Bemessung der Aufenthaltsdauer angerechnet. 

Für einen erfolgreichen Einbürgerungsantrag ist es also wichtig genau zu überprüfen, wie lange man sich rechtmäßig in Deutschland aufhält und die Dauer zusammenzurechnen. So geht man sicher, dass man die Bedingungen mitbringt.

Es gibt die Möglichkeit nach 3, 6 und 7 Jahren sich einbürgern zu lassen. Dafür muss man bestimmte weitere Voraussetzungen mitbringen. Erfüllt man die Bedingungen für die Einbürgerung nach 3,6 und 7 Jahren, dann braucht man die Vorgabe für die Einbürgerung nach 8 Jahren nicht mehr zu beachten.

Beherrschung der deutschen Sprache auf B1 Niveau

Essentiell für die Einbürgerung ist die Mindestvoraussetzung der Sprachkenntnisse. Ihre Sprachkenntnisse müssen mindestens dem Niveau B1 entsprechen. Wenn dies noch nicht der Fall ist, dann sollten Sie sich bei einem B1 Kurs anmelden. Wenn Sie diesen Kurs erfolgreich bestanden und eine B1 Prüfung abgelegt haben, dann reicht dies für Ihre Einbürgerung bereits aus.
Wenn Sie Sprachkenntnisse auf B2 oder sogar C1 oder C2 Niveau besitzen, dann ist eine Verkürzung der Aufenthaltsdauer möglich und Sie können, wenn alle anderen Voraussetzungen für die Einbürgerung vorhanden sind, schon nach 6 Jahren den deutschen Pass erhalten.

Lebensunterhalt nachweisen

Damit man die Voraussetzungen für die Einbürgerung mitbringt, muss eine Prognose getroffen werden über den Lebensunterhalt. Bei dieser Prognose wird berechnet, ob Sie als Antragsteller in den nächsten Jahrzehnten in der Lage sein werden, selbst für sich zu sorgen, ohne auf Unterstützung des deutschen Staates angewiesen zu sein. Sie als Azubi haben einen Vorteil. Die Kriterien werden deutlich geringer angesetzt, als beispielsweise bei einem Rentner oder generell bei älteren Menschen. 

Nun kommen noch andere Fakten zur Prognoseentscheidung dazu. Wie lange ist man in der Ausbildung? Entscheidend ist auch, welchen Schulabschluss man vorher erworben hat und mit welchen Noten. Je besser der Schulabschluss, die Länge der bereits absolvierten Semester der Ausbildung, die Noten in der bisherigen Ausbildung sind, desto höher ist die Chance, dass man eine positive Prognoseentscheidung erhält. 

Wenn man bereits in der Ausbildung eine Zwischenprüfung erfolgreich abgelegt hat oder eine Ausbildung in einem Bereich macht, in dem ein Fachkräftemangel herrscht, dann sind dies auch Argumente, die in die Prognose mit einfließen. Der entscheidende Faktor ist die Erwerbsbiographie. Aus dieser Erwerbsbiographie wird die Prognose gestellt, ob nach der Ausbildung eine erfolgreiche Berufskarriere wahrscheinlich ist. Es ist also wichtig, so viele Argumente wie möglich aufzubringen, damit die Erwerbsbiographie positiv ist. 

Auch mit Ausbildung ist entscheidend, wie viel Einkommen man nachweisen kann. Es ist eine Mischung aus allem, die am Ende die Prognose ausmacht.

Integration und kulturelles Wissen

Damit man die Einbürgerung schafft und den deutschen Pass als Azubi erhält, ist es wichtig, dass man Integrationswillen zeigt, sich zum deutschen Staat und seinen Werten bekennt. Für das Bekenntnis zum deutschen Staat wird eine Loyalitätserklärung unterschrieben. Dort bekennt man sich zur freiheitlichen, demokratischen Grundordnung in Deutschland. 

Neben dem Erlernen der deutschen Sprache und dem Nachweis über das B1 Zertifikat, gibt es noch einen anderen wichtigen Integrationsnachweis. Man macht einen Einbürgerungstest und beweist seine Kenntnisse über die Kultur und das Staatswesen in Deutschland. 

Während einer Ausbildung wird man in vielen Themen was die Staatskunde und das Rechtswesen in Deutschland angeht, schulisch unterrichtet. Es kann also sein, dass man unter Umständen keinen Integrationstest machen muss, wenn man die Kenntnisse durch die Ausbildung bereits vorzeigen kann. 

Wichtig ist, dass der Ablauf der schulischen Ausbildung zur Beurteilung sichtbar ist. Hat man bis Klasse 10 eine Schule in Deutschland besucht, dann wird dies auch als Ersatz für den Integrationstest anerkannt.

Auf diesem Bild sieht man eine Fachkraft, die einem Azubi etwas am Computer erklärt.

Vorteile eines Ausbildungsverhältnisses

Mit dem Beginn einer Ausbildung zeigt man als Ausländer einen besonderen Integrationswillen und wählt eine langfristige Entscheidung. Es gibt sehr vielfältige Berufe, in denen man eine Ausbildung anfangen kann. Viele von diesen Ausbildungsberufen vereint ein Merkmal: Sie leiden unter einem Fachkräftemangel.

Berufliche Möglichkeiten und Integration

Bei Ausbildungen kann man aus verschiedenen Bereichen wie Gastronomie, Medizin, Handwerk, Industrie, Bankwesen und Aviatik wählen. Während der Ausbildung wird ein unterschiedlicher Ausbildungslohn gezahlt. In manchen Branchen wie in der Medizin/Pflege hat man die Bezahlung eines Azubi angehoben. 

Die Ausbildungen gehen in der Regel 3 Jahre lang. Auch wenn diese 3 Jahre schwierig sein können, da man als Azubi keine großen finanziellen Sprünge machen kann, lohnt es sich auf lange Sicht. Nach dem Ausbildungsabschluss ist man als Fachkraft Spezialist/Spezialistin auf seinem Gebiet und hat auch die Möglichkeit über Weiterbildungen weiter aufzusteigen.

Die Vorteile gegenüber der Integration durch Arbeitsstelle

Ein sehr wichtiger Vorteil, den die Ausbildung bringt, ist, dass sie als Integrationsmerkmal anerkannt wird. Wer in Deutschland eine Ausbildung beginnt, der lässt sich in Deutschland ausbilden und hilft, den Fachkräftemangel zu beheben. Der deutsche Staat kommt einem also viel mehr entgegen, da der Staat selbst auch profitiert. 

Je größer der Fachkräftemangel und der Bedarf an Arbeitskräften in einer Branche ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Ausländerbehörde bei der Beurteilung der positiven Prognose, was den Lebensunterhalt für die Einbürgerung angeht, einem entgegenkommt. Auf lange Sicht gesehen lohnt es sich also mehr, wenn Sie über eine Ausbildung die Einbürgerung anstreben, als den Weg über eine Arbeitsstelle gehen. Die Aufstiegschancen während der Karriere sind größer und der Staat kommt einem Azubi bei der Einbürgerung entgegen.

Hilfe und Übernahme durch den Ausbildungsträger 

Sehr vorteilhaft ist, dass man durch den Ausbildungsträger Hilfe und Unterstützung erhalten kann, wenn es um Nachweise und Beleg geht, die für die Einbürgerung wichtig sein können. Erklärt ein Ausbildungsträger, dass man mit Ihnen sehr zufrieden ist und Sie als Arbeitnehmer übernehmen wird und können Sie diese Erklärung gegenüber den Behörden vorlegen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass die Prognose über den Lebensunterhalt für die Einbürgerung positiv ausfällt.

Auf diesem Bild sieht man einen Auszubildenden im Handwerk bei der Arbeit. Er hat eine Bohrmaschine in der Hand und bohrt in ein Stück Holz

Diese Ausbildungsberufe brauchen Personal

Es gibt Ausbildungsberufe, die in Deutschland besonders stark Personal benötigen, da es nicht genügend Menschen gibt, die diese Berufe ausüben und durch die Baby-Boomer-Generation viele Arbeitnehmer in Rente gehen und keine neuen Kräfte nachkommen. In diesen Ausbildungsberufen ist die Konkurrenz geringer und die Chance höher einen Ausbildungsplatz zu erhalten.

Pflege und Medizin

Die Pflegeberufe und Medizinberufe leiden seit langer Zeit in Deutschland unter Personalmangel. Entsprechend benötigt man Menschen, die über eine Ausbildung in den Beruf kommen und in die Berufe integriert werden können. Die Ausbildung zur Pflegekraft geht 3 Jahre in Deutschland und man bekommt einen Einblick in die Krankenpflege, Gesundheitspflege und Altenpflege.
Am Ende kann man sich als Azubi entscheiden, in welchem Bereich man nach der Ausbildung arbeiten will. Auch das Gehalt während der Ausbildung wurde inzwischen angehoben. Im Vergleich zu anderen Ausbildungen erhält man bei Ausbildungen in Pflegeberufen ein höheres Ausbildungsgehalt.

Der Handwerksbereich

Der Handwerksbereich hat immer wieder mit Fachkräftemangel zu kämpfen. Ohne ausländische Kräfte und ohne Menschen, die eine Ausbildung in den verschiedenen Handwerksbranchen beginnen, steht der komplette Berufszweig vor großen Problemen. Handwerker werden auch immer benötigt. An Aufträgen mangelt es nicht und mit einer gut abgeschlossenen Ausbildung hat man eine gute Möglichkeit, mit einem guten Lohn eine Karriere als Fachkraft in diesem Bereich zu starten.

Soziale Berufe

Ein Artikel des Magazins WirtschaftsWoche zeigt, dass in Deutschland in sozialen Bereichen der höchste Personalmangel im ganzen Land herrscht. Deutschland benötigt demnach beispielsweise 20.466 Erzieher und Kinderbetreuer. 

Diese Bereiche haben also als Ausbildungsberufe einen sehr hohen Personalmangel und es werden immer neue Stellen und Positionen gebraucht. Wenn man in so einer Ausbildung ist und sich auf die Einbürgerung bewirbt, besteht die gute Möglichkeit, Anerkennungen bei der Prognose für die Erwerbsbiographie zu bekommen und eine positive Entscheidung zu erhalten.

Informatik

Die Informatik ist auch ein Bereich, der unter Personalmangel leidet. Entsprechend sind auch hier für einen Azubi die Chancen sehr hoch, mit einer begonnenen Ausbildung nach Ausbildungsende einen Job zu erhalten. Entsprechend ist es wahrscheinlich, dass man am Ende einen positiven Bescheid bekommt und die Prognose für den Lebensunterhalt positiv ausfällt.

Diese Ausbildungsberufe sind gefragt

Es gibt Ausbildungsberufe, die eine besonders hohe Perspektive und auch Zukunft haben und eine besonders hohe Bedeutung haben. Bei anderen Ausbildungsberufen ist es eine überdurchschnittlich gute Bezahlung, die nach dem Ende der Ausbildung lockt.

Zukünftig gefragte Ausbildungsberufe

Gefragte Ausbildungsberufe in Deutschland sind kaufmännische Ausbildungsberufe, aber auch Ausbildungsberufe wie Elektroniker, Mechatroniker, Verkäufer. Dringend benötigt werden auch Azubis in Bereichen wie Gastronomie. Diese Bereiche werden auch immer aktuell sein und es wird immer Perspektive und Bedarf für diese Ausbildungsberufe geben. Gleiches gilt auch für die oben genannten Ausbildungsberufe, die unter Fachkräftemangel leiden.

Ausbildungsberufe mit hohem Gehalt

Es gibt Ausbildungsberufe, bei denen man schon während der Ausbildung gutes Geld verdienen kann. 

Ganz vorne dabei laut einem Artikel von der Jobbörse Indeed: eine Ausbildung als Fluglotse. Im Praxisteil verdient man monatlich zwischen 3500 und 5000 Euro und im schulischen Teil bis zu 1150 Euro. Nach der Ausbildung werden Einstiegsgehälter zwischen 6000 und 8500 Euro bezahlt.

Der Lohn als Azubi im Pflegebereich wurde auf 1165 Euro im ersten Lehrjahr und 1330 Euro im dritten Lehrjahr erhöht. Als Fachkraft in der Pflege bekommt man ein Einstiegsgehalt von 2100 bis 3000 Euro bezahlt.

Als Fachinformatiker erhält man als Azubi einen Lohn von 975 Euro im ersten Lehrjahr und bis zu 1200 Euro im dritten Lehrjahr. Das Einstiegsgehalt liegt bei 1500-2500 Euro im Monat.

Auf diesem Foto sehen Sie das Wort Travel (Urlaub) als scrabble in scrabble Buchstaben. Daneben liegt ein Deutscher Pass und eine Brille.

Ablauf der Einbürgerung bei einem Azubi

Bei der Einbürgerung eines Azubi gibt es einen bestimmten Ablauf. Der Ablauf ist letztlich genauso wie bei jedem anderen Antragsteller auf die Einbürgerung. Wichtig ist, dass man als Antragsteller weiß an welche Stelle man sich genau wenden muss, um den Einwanderungsprozess zu erfahren.

Welche Behörden sind zuständig?

Damit man herausfindet, welche Behörde genau zuständig ist, muss man sich genau beim Kreisamt des Kreises informieren, in dem man wohnt. In Berlin entscheiden beispielsweise die Senatsverwaltung für Inneres und Sport und die einzelnen Bezirksämter über die Einbürgerung. Generell ist es so, dass der Ort, in dem Sie sich aufhalten, auch für Ihr Einbürgerungsverfahren verantwortlich ist und entscheidet.

Wie läuft das Verfahren ab?

Wenn ein Azubi den Antrag für die Einbürgerung stellt, dann geht er den genau gleichen Weg wie jeder andere Ausländer, der eingebürgert werden möchte. Es müssen alle Voraussetzungen nach § 10 StAG vorhanden sein. 

Bei einem Punkt, nämlich beim Lebensunterhalt gibt es einen Unterschied. Hier ist neben dem Einkommen für die Prognose wichtig, was für eine Ausbildung man absolviert, wie stark der Personalmangel im ausgewählten Ausbildungsbereich ist und welche Noten der Azubi während der Ausbildung schon hat (Zwischenzeugnis, Praxisbewertungen). Je mehr Argumente man sammelt, desto höher die Chance auf eine positive Prognose.

Alle anderen Punkte wie der Einbürgerungstest, die Loyalitätserklärung, das Sprachzertifikat und alle weiteren Unterlagen, werden mit der Antragstellung und den Dokumenten über die Ausbildung und den Schulabschluss in guter Struktur in einer Mappe zusammengeheftet und bei der zuständigen Stelle abgegeben.

Diese Dokumente braucht man für die Einbürgerung

Als Azubi braucht man für die Einbürgerung zunächst einen Nachweis über einen rechtmäßigen Aufenthalt in Deutschland von 8 Jahren. Wichtig ist auch, dass man den aktuellen Aufenthaltstitel nachweist. Hier ist es wichtig genau zu prüfen, ob der aktuelle Aufenthaltstitel zur Einbürgerung berechtigt, notfalls muss man den Aufenthaltstitel wechseln. Weitere Dokumente, die benötigt werden, sind das Sprachzertifikat B1, ein Identitätsnachweis, die unterschriebene Loyalitätserklärung, der Integrationstest und das korrekt ausgefüllte Antragsformular für die Einbürgerung.

Der entscheidende Punkt für einen Azubi bei der Einbürgerung ist der Lebensunterhalt. Hier ist es essentiell, Schulzeugnisse, Zwischenzeugnisse der Ausbildung, Praxisberichte und so viele Argumente wie nur möglich vorzuweisen, damit trotz des eher niedrigen Gehalts eine positive Prognose durch die Einbürgerungsbehörde folgt. Es gibt bei der Erwerbsbiografie keine festgelegte Summe, entscheidend und bindend ist die Prognose der Behörde selbst. Selbstverständlich benötigt man auch Einkommensnachweise und einen Beleg über den Mietvertrag mit dem Vermieter. 

Worauf man bei der Einbürgerung als Azubi achten muss

Es ist bei der Einbürgerung als Azubi wichtig genau zu schauen, welchen Aufenthaltstitel man besitzt und ob nicht ein Wechsel des Aufenthaltstitels nötig ist. Mehr darüber, welcher Aufenthaltstitel nicht zur Einbürgerung berechtigt, erfahren Sie hier

Ein anderer ganz wichtiger Punkt sind Schulzeugnisse aus der Schulzeit, Zeugnisse aus der bisherigen Zeit als Azubi (Zwischenzeugnisse, Praxisberichte und Zeugnisse). Es ist wichtig, dass die Einbürgerungsbehörden mit Argumenten überzeugt werden, dass der Lebensunterhalt in der Zukunft nach der Ausbildung von Ihnen ohne Hilfe des Staates bestritten werden kann.

Auf diesem Bild sieht man Freunde(zwei Frauen und ein Mann) die gemeinsam lachen.

Diese Dinge helfen bei der Einbürgerung

Mit einfachen Möglichkeiten kann man sich selbst bei einer Einbürgerung helfen. Es gibt verschiedene Ideen bei der Vorbereitung, aber auch während des Ablaufs, komplizierte Situationen leichter zu meistern. Oftmals ist die Eigeninitiative der entscheidende Punkt und mit einer guten Planung im Voraus spart man sich viel Stress und Nerven.

Integrationswillen zeigen und Kurse besuchen

Je stärker man selbst nach außen und für alle sichtbar Willen zur Integration in die deutsche Gesellschaft zeigt, desto besser. Die Teilnahme an Sprachkursen ist dafür gut geeignet. Man erhält einen Nachweis und man verbessert gleichzeitig sein deutsch und kommuniziert einfacher im Alltag. Eine andere Möglichkeit der Integration ist das Ehrenamt. Wenn man sich bei der Freiwilligen Feuerwehr, bei der Tafel oder auf andere Weise (Übersetzungshilfe für andere Flüchtlinge) engagiert, dann zählt dies auch als Integrationswille. Mit Nachweisen über diesen Willen kann man, wenn alle anderen Voraussetzungen stimmen, schon nach 6 Jahren eingebürgert werden.

Hilfe durch Migrando

Der Weg mit juristischen Experten ist bei der Einbürgerung sehr sinnvoll. Aus Erfahrung können wir bei Migrando sagen, dass ein Antrag auf Einbürgerung mit einem Anwalt immer einfacher und schneller funktioniert als ohne Anwalt. Die Anträge auf Einbürgerung werden voll begründet gestellt und in einer Einreichung. Ziel ist es, den Behörden die Arbeit zu erleichtern und den Prozess des Verfahrens so zu beschleunigen. Bei der Beantragung auf Einbürgerung von einem Azubi wird der Fokus auf die Prognose zur Sicherung des Lebensunterhalts gelegt, bei anderen Fällen auf andere wichtige Voraussetzungen. 

In Zukunft wird es so sein, dass durch die vielen gestellten Anträge Untätigkeitsklagen immer stärker zunehmen werden. Leider ist nicht davon auszugehen, dass die Behörden die Probleme bei der Dauer der Einbürgerungsverfahren schnell lösen können. Umso wichtiger wird die Rolle eines Anwalts bei der Einbürgerung sein.

Ein Netzwerk aus Kontakten aufbauen

Es ist immer gut, ein Netzwerk aus verschiedenen Kontakten zu errichten. Wenn man sich bei Freunden erkundigt, die schon eingebürgert wurden, dann kann man viele wichtige Dinge erfahren, auf die man achten muss. Der Austausch untereinander kann auch zur Motivation helfen. Der Prozess der Einbürgerung ist nicht einfach und es kann sehr lange dauern. Umso wichtiger ist es, Menschen um sich herum zu haben, die einen in schwierigen und komplizierten Situationen unterstützen.

Fazit und Zusammenfassung

Die Zukunft der Einbürgerung in Deutschland für Azubis

Der Trend zeigt, dass es in Deutschland in verschiedenen Ausbildungsbereichen Probleme gibt. Diese Probleme sind auf fehlendes Personal zurückzuführen. Dieser Fachkräftemangel kann nur überwunden werden, wenn es mehr Fachkräfte in den verschiedenen Bereichen gibt. Die Möglichkeit für einen Azubi eingebürgert zu werden, wenn er eine Ausbildung in Branchen macht, die besonders unter Fachkräftemangel leiden, ist hoch. 

Die Tendenz geht dahin, dass der Mangel noch zunehmen wird. Die Ausbildung wird auf lange Zeit für die Zukunft der bessere Schritt zur Einbürgerung in Deutschland sein als ein Jobeinstieg. Alleine die Tatsache, dass man mit bestandener Ausbildung eine Fachkraft und damit Experte in diesem Bereich ist, spricht für die Ausbildung. Ein Karriereweg über den direkten Berufseinstieg ist komplizierter und schwieriger.

Zusammenfassung

Wie Sie sehen, ist eine Einbürgerung als Azubi während der Ausbildung durchaus möglich. Hier sind nochmal die wichtigsten Punkte wiederholt, auf die man achten muss:

  1. Es ist wichtig, dass man einen rechtmäßigen Aufenthalt von 8 Jahren vorweisen kann. Wenn man für Ausnahmen in Frage kommt, dann kann die Aufenthaltsdauer verkürzt werden.
  2. Die Prognose zur Sicherung des Lebensunterhalts ist sehr wichtig. Je mehr man vorweisen kann, dass eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wird und diese Ausbildung dringend Personal benötigt, desto besser.
  3. Man muss genau darauf achten, dass man den richtigen Aufenthaltstitel hat. Mit einigen Aufenthaltstiteln funktioniert die Einbürgerung nicht
  4. Je mehr Integrationswillen und Nachweise man zeigt, desto größer ist die Chance, als Azubi eingebürgert zu werden.
  5. Es ist sinnvoll, vor der Entscheidung für eine Ausbildung zu schauen, ob ein Fachkräftemangel in diesem Bereich herrscht und Positionen besetzt werden müssen. Ist dies der Fall, dann klappt die Einbürgerung während der Ausbildung einfacher.
  6. Es ist immer besser auf eine Ausbildung zu bauen und diesen Weg zur Einbürgerung zu nehmen. Hat man die Ausbildung geschafft, dann ist man Fachkraft und Experte auf seinem Gebiet und kann auch weiter aufsteigen.
Haben Sie noch Fragen zur Einbürgerung als Azubi?
Gibt es bei Ihnen noch unbeantwortete Fragen zur Einbürgerung als Azubi? Kontaktieren Sie uns! Unsere Experten helfen Ihnen gerne weiter.

FAQ – Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Einbürgerung während der Ausbildung

Ja. Entscheidend ist, dass man beim Nachweis für den Lebensunterhalt viele Argumente sammelt, die für einen gesicherten Lebensunterhalt in Zukunft sprechen. Punkte wie Fachkräftemangel in der Ausbildung, gute Noten oder eine bestandene Zwischenprüfung helfen dabei. Die Einbürgerungsbehörde muss dann eine Prognose fällen. Trotz allem ist auch der Einkommensnachweis wichtig und entscheidend.

Die genaue Dauer der Arbeitstätigkeit (wie lange man arbeitet) ist kein entscheidendes Kriterium. Entscheidendes Kriterium ist, ob man eine Arbeit hat, mit der man in Zukunft den Lebensunterhalt für sich und seine Familie bestreiten kann, ohne vom Staat abhängig zu sein.

Generell lohnen sich Ausbildungen, die einen hohen Fachkräftemangel haben. Hier hat man die besten Möglichkeiten nach der erfolgreichen Ausbildung übernommen zu werden. Dann arbeitet man als Fachkraft und ist Experte in diesem Bereich. Ausbildungen mit Fachkräftemangel sind beispielsweise im Handwerk, in der Informatik, in der Pflege und in Berufen aus dem Sozialbereich wie Erzieher.

Es gibt keine einfachen Ausbildungen. Jede Ausbildung hat eigene Eigenschaften und ist unterschiedlich schwer oder einfach. Generell kann man sagen, dass eine Ausbildung dann leichter fällt, wenn man sie mit Freude und absolutem Willen und Ehrgeiz macht.

Mit einer abgeschlossenen Ausbildung ist man Fachkraft und Experte in diesem Bereich. Die Möglichkeiten in der Karrierelaufbahn aufzusteigen sind mit einer Ausbildung und als Fachkraft viel größer als mit einem Berufseinstieg. Die Behörden sehen es als positiven Punkt bei der Berechnung des Lebensunterhaltes an, wenn man eine Ausbildung in einem Bereich macht, der unter Fachkräftemangel leidet. Davon profitiert dann auch der deutsche Staat.

Weil eine Entscheidung für eine Ausbildung zeigt, dass man sich mit den Problemen in Deutschland auseinandersetzt und guckt, wie man seine Arbeitskraft in einem Bereich einbringt, der viele offene Positionen hat. Man will den Fachkräftemangel bekämpfen. Verschiedene Bereiche wie die Pflege und das Handwerk sind extrem von Azubis abhängig und davon, dass neue Leute nachkommen. Wenn man sich als Ausländer über eine Ausbildung hier einbringt, wird es als besondere Integration anerkannt. 

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